Sonntag, 25. Oktober 2009

35 + 15 = 50

Ende September (jaja, schon wieder lange kein Eintrag...) fand die diesjährige Landesmeisterschaft im Nacht-OL statt. Gelaufen wurde in Götzendorf, in und um die Wallensteinkaserne. Viel Kompass laufen, ein bisschen Unkraut-in-Brusthöhe-durchkämpfen und am Ende: rennen, rennen, rennen in der Kaserne (mein starker Teil an diesem Abend).

Hier gleich mal die (schlechte Qualität, ich weiss...) Karte:


Die beiden ersten Posten waren noch in Ordnung, aber bereits zum 3. machte ich die ersten paar Extrameter. Schlimmer kam es dann aber zu Posten 4, welchen ich partout nicht finden wollte. Brusthohes Unkraut, unzählige Lichter, in meinen Augen eine suboptimale Karte und schon verflogen die Minuten... 2min30 sollte mich diese Aktion kosten. Danach fand ich mich auf Platz 20!!! wieder. Zu Posten 6 bin ich deutlich nach links abgedrifftet und den 8. suchte ich wieder eine Zeit lang. Auch Posten 9 war eine kleine Katastrophe, suchte ich doch zuvor schon jede Erhebung oder Senkung nach meinem Posten ab. Das Ergebnis: nach 15min Wettkampf war ich 5min zurück... Die restlichen Posten im freien Gelände waren ok, einzig bei Posten 16 verlor ich nocheinmal 30sec, aber die waren eigentlich auch schon egal ;-)
In der Kaserne hatte ich dann einen richtigen Flow - das war der OL wie ich ihn Liebe - flach und sauschnell! Einzig bei Posten 21 hatte ich eine kurze Schrecksekunde, als ich schon zu Po23 orientieren wollte ("da muss ich ja gar nicht dem Haus ausweichen, geht eh links vorbei!?") sowie noch einmal ein 19 Sekunden Zeitverlust zum 27. Am Ende gab es Rang 5 in der Gesamtwertung (+4'58) sowie meinen 34. Landesmeistertitel - somit konnte ich mit Much und Oxo (ebenfalls beide 34) gleichziehen ;-)
Interessant ist vielleicht noch die extreme Zweiteilung des Laufes: Ausserhalb der Kaserne gab es 17 Teilstrecken, wovon ich 1x Schnellster und je 2x Zweiter bzw. Dritter war. Im Kasernengelände jedoch waren es bei 12 Teilstrecken 3 Bestzeiten und je 4x die zweite bzw. dritte Zeit...

Zwei Wochen später fand die letztjährige Landesmeisterschaft - über die Langdistanz - statt.
Am Start waren sowohl Stephan, als auch Roland (Comeback nach Verletzung), Plohni und vermeintlich Dominik. Wäre Dominik nicht ausgefallen (wie schon letztes Jahr, same time, same place, same competition...), wären die aktuellen Top 5 aus NÖ am Start gewesen (sieht man einmal von unseren ewig jungen Senioren ab ;-)
So aber wurde es durch den Ausfall von D. eine rein Neustädter Angelegenheit die ich am Ende glücklich mit 40sec Vorsprung auf Stephan für mich entscheiden konnte. Gelungene Revanche für die 45sec Niederlage am Jahresanfang bei der Ultralangdistanz!

Vor allem Posten 4 (90sec) und die Posten 8-10 (in Summe nochmal knapp 90sec) machten mir Sorge. Technisch. Das weit grössere Problem an diesem Tag war die katastrophale läuferische Leistung. Im Vergleich mit den Wienern (Wolfi, Erik, Simon, Witti, ...) ging überhaupt nichts! Anscheinend ist diese Zeit nun wirklich für mich Geschichte. Naja, irgendwann holt jeden die Zeit ein.

Dennoch konnte ich an diesem Tag noch einen kleinen Erfolg feiern: mit meinem 35. Landesmeisterschafts-Gold konnte ich die alleinige Führung vor Much und Oxo übernehmen. Zusammen mit 15x Gold bei Nachwuchs-MS war es an diesem Tag auch noch das 50. Gold in NÖ - ein für mich schöner Erfolg.

Hier die Karte:


Jetzt steht eigentlich nur noch die Nacht-MS sowie das AC-Finale am Programm, wobei ich mir dort nichts mehr erwarte. Erstens muss ich seit 10 Tagen pausieren (hab mir beim Rutschen in der Therme einen knöchernen Bänderausriss im Fuss zugezogen) und zweitens wäre ich auch in Topform zu langsam um etwas zu bewirken. Somit geniesse ich diese Tage Urlaub, bis Ende Oktober noch, Anfang November gehts dann wieder los mit Arbeiten.

Samstag, 26. September 2009

die Woche nach dem Urlaub

Zurück in der Schweiz gab es einiges an Arbeit aufzuholen. Dennoch konnte ich auch ein nettes OL-Training der OLG absolvieren (eher ein Lauftraining mit Karte) sowie ein total lässiges Nacht-OL-Training der OLV! Das war eine perfekte Einstimmung auf die Nacht-MS und auch seit längerem wieder einmal ein positives OL-Erlebnis.


Gut, die Bahn war jetzt nicht sonderlich schwer, aber die eine oder andere Tücke war schon enthalten. Po1-3 waren im Offenen wo ich sogar noch einen Rest Tageslicht hatte. Danach gings in den Wald, wobei Po4 einfach und Po5 aufgrund der Sicherheitsroute unten herum ebenfalls nicht wirklich schwer war. Zum 6. Po nahm ich mit dem Grenzstein einen sicheren Ablaufpunkt. Zum 7. lief ich über einen anderen Posten (Nr. 9), ebenso am Weg zum 10., wo ich Po7 als Zwischenziel wählte. Das Dickicht bei Posten 10 war wirklich dicht und schwer laufbehindernd, wodurch ich mich für die Umlaufroute entschied. Am Ende gings noch einmal kurz übers offene Feld. Summa summarum ein wirklich tolles Nacht-OL-Training.

Am Donnerstag traf ich mich dann mit 4 Mädls und 8 Burschen zum NWKNWS-Lauftraining in Muttenz. Gemeinsam hiess es nach einem Einlaufen 3x5min im Wettkampftempo (Mitteldistanz) zu absolvieren. Wobei, das letzte Intervall ging mehrheitlich bergab, wodurch es weit über WK-Tempo lag (1570m in 5min, 60hm hinunter, 15hm hinauf). Aber es macht irsinnig viel Spass in der Gruppe zu trainieren, wo Schwächere (also ich ;-) immer wieder von den Besseren mitgezogen und auch motiviert/angefeuert werden.

7. AC und ÖSTM Staffel

Am 19. und 20. September fand das Heimwochenende in der nationalen OL-Saison statt. Leider erwies sich der "Heimvorteil" als überschaubar ;-) wenngleich man es als Läufer immer selbst in der Hand hat. An diesem Wochenende jedoch lief so gut wie gar nichts in geordneten Bahnen...

Am Samstag beim Austria Cup wollte ich von Beginn weg Druck machen, was mir jedoch gründlich misslang. Schon auf dem Weg zu Po1 hatte ich zwischendurch überhaupt keine Ahnung mehr wo ich sein könnte und schon waren mehr als 3min dahin. Auch die beiden kurzen Posten 2 und 3 waren unsauber, bevor ich zu Po4 abermals unterwegs komplett den Plan verlor und nochmals 2min im Wald liegen gelassen habe.

Zu diesem Zeitpunkt dachte ich ernsthaft ans aufhören, v.a. um für die Staffel am Sonntag fit zu bleiben, doch dann erinnerte ich mich wieder dass man lediglich einen Brief aufgibt - aber sicher keinen Lauf! So gings also munter weiter - gleich einmal aus der Karte hinaus. Wieder mehr als 3min dahin. Es sollte noch besser gehen, Po6 1min und Po8 2min die weitere "Ausbeute". Danach gings für einige Zeit besser, dennoch folgten noch grössere Fehler zum 17. (30sec), 18. (2min), 22. (30sec), 24. (1min) und 25. (30sec).

Somit war ich fast 90min im Wald, absolvierte einen unglaublich beschämenden OL und war noch dazu für den Sonntag ordentlich vorbelastet ;-)



Am Sonntag lief ich dann wie im Vorjahr am Start. Schon auf der Pflichtstrecke zum Start merkte ich dass ich nicht in der Form bin in der ich gern sein würde bzw. in der ich sein könnte. Zu sehr steckt mir v.a. das Wochenende von St. Lorenzen noch in den (müden) Oberschenkeln.
Beim 1. hatte ich leider die längere Gabel (alle Posten waren auf gleicher Höhe, aber wenn man den linken Posten hat und es nach schräg rechts weiter geht wird es gerade am Start dennoch sehr mühsam), was zur Folge hatte dass ich zum 2. schon forcieren musste um den Anschluss nicht zu verlieren. Beim 3. lief ich noch kurz zur falschen Gabel und zum 4. wählte ich eine zu direkte Route durch alle Gräben. Somit war die Post nach vorne schon abgefahren. Kleine Fehler oder Unsicherheiten zu den Po 5, 6 und 9 erhöhten den Rückstand auf die Spitzenleute. Dennoch fand ich auf den schwierigeren Posten 10-12 zurück ins Rennen und konnte auch auf einige Läufer vor mir wieder aufschliessen. Wenn man vorher wüsste, dass die Spitze bei Po13 länger gesucht hat und man im Postenraum nur noch knapp 30-45sec dahinterliegt, würde man wohl weniger aggressiv den Posten anlaufen - nur leider weiss man dass vorher nicht. Also attackierte ich leider etwas planlos Po13 und prompt suchte ich auch schon 3.5min... Noch ein Haken zum 15. (30sec) und endgültig war der Zug abgefahren. Zwar konnte ich auf der Schlussschlaufe noch einen Platz gut machen, aber als 8. übergeben ist unter jeder Kritik. Schade für meine beiden nachfolgenden Läufer, aber an dem Tag war einfach nicht mehr möglich.

Freitag, 18. September 2009

OL Saison wurde lanciert

Zuerst ein paar Karten von diversen Trainings bzw. Trainings-Wettkämpfen aus der Schweiz, am Ende dann noch die Karten vom St. Lorenzen-Wochenende mit ÖSTM Langdistanz und ÖM Mannschaft.

OL-Training vom 5.8., Martinsflue, 1:10.000, 5m
Ich lief die EYOC Long der W18 und mein Herumwappeln hätte mir einen Top 20 Platz eingebracht ;-). Das Gelände selbst ist zwar im Sommer etwas grün (wie so ziemlich alles in der Schweiz), aber für einen OL wärmstens zu empfehlen.



Public Race im Rahmen des Euromeeting am 9.8.; Seelisberg, 1:10.000, 5m
Ich fuhr gemeinsam mit Thomas H. von Allschwil ins Schweizer Zentrum, den Ursprung sozusagen. Ganz in die Nähe vom Rütli. Das Gelände selbst war die längere Anfahrt allemal wert, relativ detailreich, viele Felsen und generell gute Belaufbarkeit zeichneten das Gebiet aus. Leider unterliefen mir ein paar gröbere Fehler (Po2 und 14) sowie 2 Kleinere (5 und 12), womit ich mit Platz 4 vorlieb nehmen musste - 7min30 hinter Andi Müller.



Der Trainingswettkampf (24. Fricktaler Abend-OL) den ich besser nicht gemacht hätte - dazu aber später. Karte Chaistenberg, 12.8., 1:10.000, 5m.
Ich lief dieses Mal nur in der Offen Mittel, wollte ich an diesem Tag doch eine Mitteldistanz laufen. Ich war eigentlich sehr gut unterwegs, bis zum Weg von 15 auf 16. Gleich nach Posten 15 machte ich nämlich einen fürchterlichen Misstritt, der mich für längere Zeit pausieren liess bzw. für noch längere Zeit mit einem lädierten Knöchel leben und laufen lässt.




Wiedereinstieg ins OL-Geschehen am 25.8. Karte ?, irgendwo bei Rheinfelden/AG. Ich fuhr mit dem Rad 1 Std hin, lief 1 Std OL und fuhr wieder 1 Std zurück - und am Ende war ich dann breit wie der plattgefahrene Igel den ich am Heimweg sah.



6. Lauf zum impOLs-OL, 27.8., Karte Säli-Engelberg, 1:10.000, 5m. Wieder ein klassischer Mittelland-OL, wobei ich schon wieder dumme Fehler gemacht habe (Po 2, 4 und 7). Den ersten Teil lief ich eigentlich sehr locker, erst von Po 10 auf 11 forcierte ich etwas. Am Ende wurde es mit knapp 3min Rückstand Rang 3.



3. Hindelbanker-Abend-OL, 26.8. (und somit um einen Platz zu weit hinten in diesem Blog) Karte Ballmoos, 1:10.000, 5m. Knapp aber doch schaffte ich es noch rechtzeitig zum Start, wo ich als "Zuckerl" noch die gesamte Familie Niggli (MSM) antraf. Etwas abgelenkt unterlief mir gleich zu Posten 1 ein Fehler, welcher aber neben einem kleinen Fehler zu Po22 mein einziger bleiben sollte. Dies war zugleich auch mein erster Lauf mit ActiveAnkle.
Aufgrund der Topografie (sehr flach ;-) war es ein richtiger Genusslauf. 5. Rang mit 4,5min Rückstand.



OL-Training vom 2.9., Karte ? bei Muttenz. 1:10.000 (wie unschwer zu erkennen), 5m.
Eigentlich als Routenwahltraining mit 2 Schleifen gedacht, hatte ich bereits nach wenigen Minuten mit meinen OL-Schuhen zu kämpfen, die an diesem Tag beschlossen sich von ihren Sohlen zu trennen (nämlich beide, der Linke und der Rechte). Somit blieb es bei der ersten Schleife im steilen, grünen Wald.


Die NÖ-Staffel vom 6.9. musste ich leider kurzfristig aus meinem Programm streichen.

ÖSTM-Langdistanz vom 12.9., St. Lorenzen/W., 1:15.000, 5m.
Ich startete sehr verhalten, wohl auch da ich die lange Route zum 4er gut wählen wollte. So machte ich schon zum ersten Posten einen unnötigen Fehler. Die Route war nicht so schlecht, aber wohl entweder nicht optimal oder ich schlicht zu langsam. Oben rum war nämlich bedeutend schneller (aber wie gesagt, dass könnte auch an meinen mangelnden Ressourcen liegen). Bei Posten 9 wurde ich bereits vom 6min hinter mir gestarteten Wolfi eingeholt. Junger Bursche im Training gegen alternden Hackler - eigentlich von Haus aus ein ungleiches Duell ;-)
Gemeinsam ging es dann mehr oder weniger optimal weiter, wobei sich leider der eine oder andere Haken oder sogar Fehler einschlich. Am Ende kämpfte Wolfi mit ersten Ansätzen von Krämpfen, womit der vorverlegte 500m-Zieleinlauf ähnlich ungleich verlief wie der Lauf zuvor durch den Wald, nur eben mit umgekehrten Vorzeichen.

Am Ende wurde es ein 6. Rang inmitten der Kaderläufer, damit kann ich gut, nein sehr gut, leben.



Tags darauf fand die ÖM Mannschaft statt, same place, different scale, 1:10.000. Ich lief mit Roland und Rainer, wobei Rainer unser Coach und Verpflegungsleiter war und Roli und ich versuchten möglichst lange um Medaillen mitzulaufen. Die ersten 5 Posten holte ich, danach Roli 3. Bei diesen verlor er leider aufgrund von 2.5min Zeitverlust bereits den Anschluss an den LAC, womit der Zug aufs Podest eigentlich auch schon abgefahren war. Ich holte dann weitere 5 Posten und übergab bei Po13 wieder an Roli. Er lief bis Po16, wo ich etwas erschöpft auf ihn wartete. Für mich hiess es dann bis kurz vor Po23 zu laufen, wo Roli wieder auf mich wartete. Leider war es absolut nicht der Tag von Roland, denn er verletzte sich sowohl am Knie als auch am Oberschenkel und kam mit schmerzverzerrten Gesicht zum Sammelposten 26. Nach einem kurzen Check und der Frage ob es zu Fuss zum nächsten Sammelposten ginge, lief ich weiter bis Posten 34 (Sammelpunkt). Dort zeigte mir Rainer schon unmissverständlich dass wir definitiv aus dem Rennen sind, da Roland bereits von der Rettung abgeholt wurde. Nach einer kurzen Diskussion (eher einseitig gehalten ;-) ging es für Rainer nun richtig los. Er lief bis kurz vor Po 38, wo er an mich übergab. Ich lief dann bis Po42 (Sammler) und dann noch 4 Po vom Postennetz. Danach holte Rainer nochmals 3 Posten um mir den Schlussteil zu überlassen. Gemeinsam liefen wir dann Schulter an Schulter mit der 6.-besten Zeit ins Ziel, aufgrund der Regel dass man aber zu 3. ins Ziel kommen muss nur a.K.
Die Mannschaft verlief somit nicht so wie es im Lehrbuch steht (alle 3 Läufer gleiche Anteile, häufige Wechsel) und war dennoch oder gerade deswegen eine ganz Besondere. Es machte - trotz der Verletzung von Roland - grossen Spass mit den beiden!

Samstag, 18. Juli 2009

OL-lose Zeit - Juli

Nach dem TLO konnte ich noch eine (viel zu kurze) Woche Urlaub daheim in Aspang geniessen. Ein paar Laufeinheiten mit Freunden, ein OL-Training mit Vereinskollegen in einem interessanten Gelände sowie eine Rennradrunde mit meinem Aspanger Trainingspartner Martin am Sonntag machten die Woche kurzweilig und sportlich.
Die Woche darauf erwischte mich dann leider eine Erkältung, womit ich einige Tage ausser arbeiten nichts machen konnte.
Und diese Woche war dann aufgrund von beruflichen Verpflichtungen nicht viel möglich, ausser zwei recht intensiven Laufeinheiten gemeinsam mit Thomas (ein super OLer der ebenfalls in Allschwil wohnt) - einmal im relativ flachen Allschwiler Wald (77min, 17.4km mit 210hm), einmal von Laufen nach Ettingen (76min, ca. 14.5km mit 525hm), wobei wir mit Tram und IC von Allschwil nach Laufen und zurück via Basel mit der Tram unterwegs waren. Total lässige Tour.
Dieses Wochenende bin ich wieder einmal für einen Kurzbesuch in Aspang - heute Abend steigt der Aspanger Ortslauf - dieses Jahr aber ohne Titelverteidiger ;-)

Sonntag, 5. Juli 2009

TLO 2009

Das diesjährige TLO fand wieder zurück zu seiner Ursprungsstätte. Leider nicht wie gewohnt mit 3 World Ranking Events - dieses Jahr ging es kein einziges Mal um Punkte, was auch ein Grund sein mag für das eher bescheidene Starterfeld in den Eliteklassen.

Los gings mit einem Nacht-Sprint inkl. Orientshow am Fürstenfelder Hauptplatz. Was für ein Wettkampf, Sprint UND Nacht auf einmal, gibts was schöneres?! Leider lief ich wie schon die Läufe davor sehr fehleranfällig, was sich mit 50sec (Po12), 30sec (Po 15) und nicht selbst verschuldeten 60sec (Po 18 - dieser wurde als Übungsobjekt für jugendliche Fürstenfelder Nachwuchs-Randalierer missbraucht) zu Buche schlug. Es erübrigt sich der Kommentar, dass dies für einen Sprint etwas zu viel ist ;-) Platz 5 mit 1:36 Rückstand stimmen dennoch zuversichtlich.

TLO, Tag 1, 1. Teil:


Nach dem ersten, "normalen" Teil ging es mittels Kartenwechsel mitten rein ins Labyrinth am Hauptplatz. Einmal 5 und einmal 10sec waren zu beklagen, ansonsten lief es sehr gut und es machte auch gehörig Spass!

TLO, Tag 1, 2. Teil:

Am folgenden Tag ging es im Commendewald (ÖM Staffel 91) über die Laaaangdistanz. Für meinen Geschmack etwas zu lang im Rahmen eines 3-Tage-OLs, aber was solls. So wird wenigstens die Trainingszeit ordentlich erhöht ;-)
Viele kleine Fehler zu Beginn, dazu den einen oder anderen Richtungsfehler summierten sich am Ende auf 8min Zeitverlust! Total hatte ich dann 12min Rückstand bei einer Laufzeit von knapp 105min.
Schönes Gelände, hoffentlich bald mal wieder ein OL in den Wäldern zwischen Speltenbach und Bierbaum.
TLO, Tag 2:

Das TLO wurde in Form eines Jagdstartes am 3. Tag beschlossen. Dieses Mal waren vor allem zu Beginn die schnellen Beine gefragt, welche ich aber nach 2 Wettkämpfen davor nicht mehr hatte. An diesem Tag zeigte sich das nicht mehr vorhandene Training - 10min Rückstand bei 75min Laufzeit. Abzüglich von 3min Fehler (das Highlight des heutigen Tages) bleiben immer noch 7min - jede Menge Holz ;-) Aber nach einem Sprint und einer 15-km-Langstrecke noch einmal 11km zu laufen ist einfach nicht mehr drinnen!
Der Schluss durch den Buchwald forderte nochmal alles von den Läufern, heftige Regenfälle die Tage und Wochen davor ließen die gefürchteten Buchwald-Gräben noch kraftraubender werden.
TLO, Tag 3, Jagdstart:
Am Ende gab es Platz 4 in der Gesamtwertung - leider kamen auch nur genau 4 Läufer ins Ziel. Falsche Posten am 1. Tag sowie Ermüdungserscheinungen an Tag 2 und 3 forderten ihren Tribut...



a trip to Vorarlberg - from the other side

Große Premiere im österreichischen OL-Sport - und das gleich in zweifacher Hinsicht:

zum Einen fand erstmals ein nationaler OL in Vorarlberg statt (somit sind alle Bundesländer vollends erschlossen), zum Anderen kam es zu einer Bi-nationalen Premiere gemeinsam mit unseren Schweizer Freunden.

Und für mich als Wahlschweizer kam es zu einer 1. recht kurzen Anreise (2h15) und 2. ungewöhnlichen Anreiserichtung - ich war wohl der einzige Österreicher der aus dem Westen ins westlichste Bundesland reiste ;-)

Am Samstag bei der ÖSTM-Sprint hatte ich leider nicht die Verfassung um in den Kampf um Medaillen einzugreifen. Zwar wäre körperlich durchaus Silber/Bronze machbar gewesen, nur gehört dazu auch eine saubere O-Arbeit. Und die war an diesem Tag leider nicht vorhanden (wie so oft im heurigen Frühjahr) - ich war zumeist den berühmten Schritt hintennach und konnte nie wirklich agieren. Dazu kamen dann auch noch gröbere Schnitzer (wie z.B. die Route zum 8er oder der Highspeed-Fehler im Zielraum - Schande über mich!) was letzten Endes ein eher enttäuschendes Ergebnis (der Rückstand macht mir Sorgen...) zur Folge hatte.

Zu bemängeln ist leider die mieserable Darstellung von unpassierbaren Hecken sowie die völlig unnötigen Kommentare von Offiziellen vor Ort im Gelände... unprofessionell. Es sei angemerkt, dass kein Sportler den Weg durch die Hecke als illegalen Abschneider absichtlich wählte - die Signatur zeigte nichts Unpassierbares. Für Aussenstehende: die Hecke bei Posten 2 und 3 ist angeblich "unpassierbar" dargestellt. Wie eine unpassierbare Hecke auf der Karte dargestellt wird, sieht man bei Posten 17 sehr deutlich (die Schlangenlinie).

Karte der ÖSTM Sprint:
Tags darauf ging es in Göfis über die Mitteldistanz um einen AC - zugleich Schweizer Mittel-MS. Eine unglaublich tolle Bahnanlage in einem eher technisch einfachen Gelände zeigte was man mit einer durchdachten Bahn alles aus einem Gelände rausholen kann. Kartenwechsel, zwei Schmetterlinge und schnell belaufbares Terrain provozierten dann doch den einen oder anderen Fehler.

Im ersten Teil verlor ich zu Posten 5, 8 und 11 viel Zeit. Beim 5. war das Dickicht leider unglaublich zeitraubend (der Weg etwas südlich wäre ideal gewesen) und zum 8. blieb ich zu lange am Weg. Zu Posten 11 habe ich kurz vor bzw. im Dickicht nicht sauber Richtung gemacht, womit ich fast schon die Forststrassenumlaufroute nehmen hätte können...

Karte Mittel 1. Teil:

Kurz nach dem Kartenwechsel wartete der zweite Schmetterling - das Highlight aus meiner Sicht. Highspeedwald mit kurzen Posten und ordentlich Richtungswechsel - that's the way I like it! Leider habe ich bei Posten 22 nicht gecheckt, dass ich nur bis zum kleinen Weg durchs Dickicht laufen muss. So habe ich eine Suchaktion kurz davor gestartet und viel Zeit verloren. Ebenso war die Route sowie deren Ausführung zum 23. nicht optimal - nochmal viel Zeit dahin.
Schade, am Ende die beiden großen Fehler waren sicher nicht notwendig. Trotzdem überwiegt das positive Feeling von einem tollen Lauf mit unglaublichen Flair - hatte schon fast WC-Charakter ;-)
Karte Mittel 2. Teil: