Dienstag, 8. März 2011

straight back to the 90's oder Sommer-OL mitten im Winter

Bereits am 19. Februar konnte ich ein nahezu schneefreies OL-Training in und um Igls/Tirol durchführen. Bei herrlichem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen genoss ich diesen ersten Ausflug zum Sommer-OL mitten im Winter.

Das Training stand unter dem Motto "Massstabwechsel" bzw. ganz allgemein "an Routinen anknüpfen". Nach einer mehr oder weniger langen Winterpause fällt es doch immer wieder schwer sich an das Laufen mit Karte zu gewöhnen :-)

Beide Abschnitte im Wald (1. und 3. Teil) hatten bei meinem gewählten Lauftempo keine Schwierigkeiten parat, einzig Waldarbeiten oder sonstige Veränderungen im Gelände machten die eine oder andere "Kurve" notwendig.

Den zweiten und vierten Teil versuchte ich etwas schneller zu laufen, was mir im Großen und Ganzen auch gut gelungen ist.



Als Belohnung wartete schon Helga im Ziel, gemeinsam matchten wir uns dann im Mini-Golf. Als ehem. Bademeister von Aspang mit angrenzender Minigolfanlage muss wohl nicht extra erwähnt werden wie das Spiel ausging ;-)
Tags darauf fuhr ich mit der Tram von Innsbruck ins Stubaital hinein und lief von dort - mit einem Umweg zum Natterer See - zurück in die Landeshauptstadt, eine sehr schöne Strecke, schwer zu empfehlen (Telfes - Telfer Wiesen - Kreith - Mutters - Neu-Götzens - Natterer See - Klosterberg - Andreas-Hofer-Weg - Westbahnhof - Stift Vilten).
Bereits eine Woche später folgte ein Techniktraining gemeinsam mit Flo: zuerst "straight back to the 90's" (frei Übersetzt: Kompasstraining mit musikalisch-optischen Déjà-vu-Erlebnissen), danach ein Korridor-OL und am Ende noch feine Technikpassage.





Donnerstag, 3. Februar 2011

Jänner 2011

1. AC 2010/11 - für mich zuviele Ski-Doo-Spuren - oder zuwenig Oberarmkraft :-)



2. AC - keine Chance auf eine Medaille, körperlich noch kaputter als schon am SA - die Urlaubswoche davor hat sich nicht positiv auf meine Form ausgewirkt...



Wintertour-Finale: habe versucht die Höhenkurven flüssig zu lesen um unnötige Höhenmeter zu vermeiden. Ging den ganzen Lauf sehr gut, dennoch schlichen sich ein paar Fehler ein (1. Runde: Po. 6+10, 2. Rd.: Po. 4+5, 3. Rd.: Po. 9). Am Ende 1min hinter Gernot und eine gute halbe Minute hinter David Dritter und somit auch Gesamt-3. - trotz nur 2 Wertungsläufen - es gab schon einmal besser besetzte Wintertouraustragungen ;-)



3. AC in SLO - grösste Probleme mit der Karte bzw. deren Lesbarkeit/Darstellung: vermeintliche Rinnsale entpuppten sich als von 2m hohe Steinmauern eingeschlossene Bäche ;-)
Po 9 zu kurz ge"zwickt", daher disqu.

4. AC - SLO - eine echte Langdistanz. Leider durch 2 falsche Routenwahlen (Po. 8 bzw. 12) den möglichen Sieg verspielt. Anyway, wenns auf breiten Loipen dahingeht bin ich nicht ganz so schlecht...

Sonntag, 2. Jänner 2011

Jahreswechsel

Nachdem ich die Feiertage über Weihnachten in Aspang verbrachte und dabei ein bisschen trainieren, mehr aber so richtig relaxen konnte, beschloss ich heuer beim Silvesterlauf in Stetteldorf an den Start zu gehen.

Nettes Ambiente, gute Musik zum Aufwärmen, 4 Runden à 2.5 km (leider mit 15 (!) 90°-Kurven pro Runde...) - ich lief die ersten 3 Runden hinter dem späteren Zweitplatzierten und überlegte wo ich am besten angreifen sollte (bzw. gingen die Überlegungen in der dritten Runde eher in die Richtung "ob ich noch angreifen kann"). Jedenfalls entschied ich mich für einen langgezogenen Tempolauf ab km8, womit ich am Ende noch knapp unter 6:30 für 2km hinlegen konnte - auch weil der Zweite einfach nicht locker ließ...

34:43 für 10km ist jetzt nicht die Wahnsinnszeit, aber nachdem ich gelesen habe, dass dies die schnellste jemals auf dieser Strecke erzielte Zeit ist, bin ich doch sehr zufrieden mit einer hohen 34er.

Hier gibts die Ergebnisse.

Silvester feierte ich dann bei Freunden in Kirchberg/Tirol - mit einem tollen Feuerwerk (spezieller Dank an HMU!). Und die erste Woche des neuen Jahres genieße ich URLAUB. Bin die gesamte Woche in Tirol und versuche neben dem Nichts tun auch ein bisschen sportlich tätig zu werden. Am Wochenende startet dann die Ski-O Saison mit 2 Austria Cupläufen in St. Johann/Tirol (inkl. Langdistanz-Staats-MS).

Montag, 20. Dezember 2010

Wintertour und Langlauf-Meisterschaften


Der Winter hat(te) Österreich voll im Griff, so auch vergangenes Wochenende als ich am Samstag an einem tiefverschneiten Wintertourlauf teilnahm und am Sonntag an zwei bitterkalten Langlaufrennen.

Den ersten Teil des als Superkombi ausgetragenen Laufes nahm ich locker, irgendwie war ich nicht in WK-Stimmung an diesem Tag - zu sehr saß mir die anstrengende Arbeitswoche in den Knochen und auch die Geburt meines bereits 2. Neffen (neben einer Nichte) tags zuvor tat das Seinige dazu bei, dass ich nicht wirklich bei der Sache war.

Dennoch konnte ich mich unterwegs dann aufraffen, die Downhill-Posten (ab Posten 6) etwas aggresiver anzulaufen, immerhin hatte Plohni eine tolle Mitteldistanz in den Wald gezaubert. So kam es dann zu einer Serie von Bestzeiten (7, 8, 9, 10, 11, 12, 13 und 14) was mich durchaus positiv stimmt. Den Sprintteil begann ich gleich einmal mit einem Regelverstoß - oder auch nicht ;-) Jedenfalls konnte ich keine Markierung auf der Pflichtstrecke sehen und so beschloss ich mich den bereits zahlreich vorhandenen Spuren anzuschließen und bog zu früh ab.

Zum (Sprint-)3. Posten wollte ich zuerst entlang vom Lindenstadion und später dann östlich vom Gebäude vorbeilaufen, als ich noch rechtzeitig erkannte, dass der unpassierbare Zaun bis zum Haus reicht - schade, denn dies wäre eine tolle Routenalternative gewesen.

Mein größerer Fauxpass passierte dann zwischen Po5 und 7, wo ich Po6 den ganzen Lauf über nicht realisierte - und so auch ohne viel Bedenken daran vorbei lief. Ein netter Gag für einen Wintertourlauf, für einen "echten" WK wohl ein bisschen zu "special" ;-)

Am Sonntag hieß es dann zeitig aufstehen um nach Annaberg zu fahren - es standen meine ersten Wiener Landesmeisterschaften auf dem Programm - Langlauf Klassisch über 10km am Vormittag und Langlauf Skating über 10km am Nachmittag. Vom Vormittag zehre ich heute noch - bei -15° hatte ich zwar unterwegs keine Probleme mit der Lunge, dafür freue ich mich heute noch über, naja, etwas unansehnlichen Auswurf.

Mein Schuppenski erwies sich bei diesen Temperaturen als nicht sehr schnell, trotz maximalem Stockeinsatz bergab zogen die Konkurrenten spielend (ohne Stockeinsatz) an mir vorbei - sehr frustrierend. Mit der klar stärksten Maschine im Körper konnte ich dennoch "nur" Silber erreichen - die Skiwahl ist halt doch entscheidend.

Nur gute 3 Stunden später stand ich schon wieder an der Startlinie, dieses Mal in Skatingmontur, gemeinsam mit Erik und Roland - die beiden hatten die Klassik-MS ausgelassen. Am Start war es noch etwas hektisch, aber schon zur Hälfte des ersten Anstiegs wurde es ruhiger. Erik übernahm dann vor dem zweiten längeren Anstieg die Führung, ich klemmte mich dahinter und Roland versuchte auf Tuchfühlung zu bleiben, musste aber abreißen lassen. Bergab merkte ich dass ich einen Gewichtsvorteil auf Erik hatte (endlich sind die 82kg-Kampfgewicht von Vorteil) und konnte Kräfte sparen. Auch die 2,5km-Passage im Flachen zurück ins Ziel fiel mir leicht und so konnte ich auch die zweite Runde hinter Erik in Angriff nehmen. In Erwartung eines Angriffs bergauf versuchte dagegen zuhalten, was mir auch gelang. Bergab sah ich dann meine Chance gekommen um Erik zu attackieren - mit Erfolg. Die letzten 2.000m konnte ich dann meinen Vorsprung kontinuierlich ausbauen und so doch noch eine Goldene mit nachhause nehmen - Nr. 41, wenngleich nicht im selben Bundesland :-) - als Nachfolger von Roland, der sich ganz sicher Bronze holte.

Freitag, 10. Dezember 2010

2010

2. November 2009 - 21. November 2010

74 Wettkämpfe:
- 29 OLs in Österreich
- 17 OLs im Ausland
- 10 Straßen-/Crossläufe
- 10 Ski-OLs
- 8 MTBOs

29 OLs in Österreich:
- 5 Sprints (-20min)
- 7 Mitteldistanzen (-45min)
- 5 verkürzte Langdistanzen (-70min)
- 5 Langdistanzen (-120)
- 1 Ultralangdistanz (121-)
- 2 Staffel-OLs
- 3 Nacht-OLs
- 1 Mannschafts-OL

17 OLs im Ausland:
- 7 Sprints
- 5 Mitteldistanzen
- 2 verkürzte Langdistanzen
- 1 Ultralangdistanz
- 2 Staffel-OLs

Highlights:
Jukola 2010, Schlussläufer
Dänemark-Doppelwochenende: AL-Sprinten und WRE Jaettemilen
Tschechien-Doppelstart: WRE Sprint und CZE-Staffelcup
Ungar. Nacht-Ski-OL-MS
5. Platz ÖSTM Sprint (ein Highlight war nur das Ergebnis)

Hardfacts:
Orientierungslauf
4. AC Gesamtwertung Elite, 1 Sieg, 1x Dritter
ÖSTM: 4. Staffel, 5. Sprint, 6. Nacht, 6. Mannschaft
5 von 5 möglichen Landes-MS
zum 7.x WrN-Stadt-Meister

Jukola 227. Platz (104. Teilzeit auf der Schlussstrecke)
8. WRE Sprint CZE
9. WRE Ultralang DEN
243. WR-Position (Stand 9. Dez. 2010)
Siege bei Spartacus Kupa, Becsület Kupa und Balaton Kupa

Ski-OL
3. AC Gesamtwertung Elite, 1 Sieg, 1x Zweiter, 2x Dritter
ÖSTM: Bronze Mittel, 4. Lang, 4. Sprint, 4. Staffel
Ungar. Vize-Staats-MS im Nacht-Ski-OL :-)

MTBO
1. AC Gesamtwertung Hobbyradler, 7 Siege, 1x Zweiter
ÖHSV-Meister

Straße/Cross
Halbmarathon in 1:14:12
5. HM Landes-MS
4. HM Landes-MS Team
8. Cross Landes-MS
4. Cross Landes-MS Team
Tagessiege in/beim Krensdorf, Alpkogellauf, Ravelsbach, Heldenberg und Aspang
Kirchdorfer Stadtmeister :-)

2.741 Arbeitsstunden (49,8 Std./Woche, inkl. Urlaub...)
3.094,5 Schlafstunden :-)

Vorschau/Ziele 2011:
WR-Position auf Platz 199 verbessern
6-Tage-OL WrN
Landes-MS Cross und HM (da gibt's noch offene Rechnungen zu begleichen :-)

Mittwoch, 24. November 2010

Wintertour, 1. Lauf


Letzten Samstag startete die heurige Wintertour mit einem Massenstartrennen auf der neuen Karte Jansakaserne/Großmittel. Am Start waren 38 (!) Männer, leider bekam ich davon nicht allzu viel mit...

Gleich nach dem Start konnte ich mich mit Heli an die Spitze setzen und das Feld anführen. Da wir beide dann sofort den Schmetterlingskörper verließen, war das Massenstartrennen für uns beide auch schon wieder vorbei. Einsam liefen wir die Posten 2-4, wobei ich jeweils zu 2 und 3 ein paar Sekunden durch ungenaues Kompasslaufen liegen ließ.

Im ersten Schmetterling versuchte ich mich abzusetzen, was aber mit Fehlern zu 5 (10sec) und 7 (10sec) zu einem Rückstand von ein paar Sekunden führte.

Da Heli und ich den zweiten Schmetterling in der gleichen Reihenfolge anliefen gab es auch hier keine Entscheidung. Auf der längeren Teilstrecke zum 17. konnte ich mich dann von Heli etwas absetzen (er lief die ganze Zeit auf Sparflamme - ansonsten hätte ich mich schon zuvor bedeutend mehr anstrengen müssen...) um dann beim letzten Schmetterling noch einmal einen Angriff zu starten. Leider suchte ich den (umgefallenen) Posten 19 im Loch mit Bodenbewuchs eine dreiviertel Minute lang womit die Entscheidung gefallen war :-(


Bereits am Montag startete ich mit dem Wintertraining für die kommende Saison. Im Moment ist meine Zeit für Training zwar äußerst knapp bemessen, dennoch hoffe ich im Laufe der nächsten Monate ausreichend Grundlagen schaffen zu können, um ein weiteres Jahr in der Elite bestehen zu können.

Dienstag, 16. November 2010

Dänemark - Teil 2 - Ultralangdistanz Jaettemilen

Am Sonntag nahmen Plohni, Michi und ich dann am dänischen Saisonfinale teil, Jaettemilen, ein Massenstartrennen über die Ultralangdistanz, zugleich ein World Ranking Event. Es galt 25.2 km Luftlinie mit 52 Posten zu absolvieren.


Schon zu Beginn des Rennens war klar: langsam geht's hier nicht zur Sache. Die beiden ersten Posten waren kein Problem, bevor es in den ersten Phi-Loop ging. Für einen kurzen Moment war ich nicht aufmerksam genug und lief zu weit links (im falschen Paket) vom Posten weg. Dadurch nahm ich die linke Umlaufroute (vorbei an 7 und 8) zu Posten 3 und verlor ca. 20sec. Der Rest vom Phi-Loop war ok, wobei ich zum 9. Posten einen Läufer knapp 150m vor mir sah. Da ich hinter mir niemanden erblicken konnte, hieß es Vollgas um den Anschluss nicht zu verpassen - alleine würde es noch sehr, sehr lang werden :-)

Auf dem Weg zum 10er kam dann noch ein weiterer Läufer dazu (Sören Bobach, wie ich im Ziel herausfand) und so ging es recht zügig bis Posten 14. Dort teilten wir uns, Bobach lief zuerst zum 2. Phi-Posten, während Jeppe Ruud und ich mit dem rechten Flügel starteten. Bei Posten 15 waren wir etwas zu weit rechts und zum 19. liefen wir zu früh das Dickicht hinunter. Nach dem Phi-Loop war Bobach ein paar Schritte voraus, außerdem musste ich beim 21. ordentlich nachtanken. So hieß es zu 22 wieder ordentlich aufs Tempo drücken um den Kontakt zu den beiden nicht zu verlieren.

23-27 waren keine große Herausforderung, einzig die Hand voll Rosinen beim Verpflegspunkt zwischen 24 und 25 kostete mich wieder etwas Zeit - wenn man die Dinger halbwegs zerkleinert im Magen verarbeiten will bleibt einem schnell die Luft weg - und ohne Luft geht das Laufen halt auch viel schwerer.

Nördlich der Straße galt es vor allem eines: laufen so schnell wie einen die Beine tragen! Bis Po36 verlief alles problemlos (der Haken vor Po32 war aufgrund eines wirklich riesigen Holzhaufens notwendig), zum 37. war ich aber anscheinend schon wirklich sehr blau: ich lief den kleinen Weg bis zum größeren Weg, aber anstatt auf dem kleinen zu bleiben, lief ich nach rechts den großen Weg entlang... das kostete mich 15sec und jede Menge Kopfarbeit - schließlich hieß es ein weiteres Mal den geschundenen Körper an Bobach und Co. heranzulaufen. Irgendwo nördlich der Straße liefen wir auch noch auf M. Sörensen auf, womit wir nun schon zu viert unterwegs waren.

Zu Posten 43 verloren wir Ruud, der wie sich später herausstellte, den kleinen verfallenen Weg nicht fand und zu Straße lief. Somit war ich 38sec vor ihm. Danach knautschte ich noch solange es ging hinter Bobach/Sörensen, wobei Bobach sich zu 45, spätestens aber bei 46, nach vorne verabschiedete. Er hatte doch mehr Körner auf Lager.

Irgendwo am Weg zu 47 verlor ich dann auch Sörensen aus den Augen (leider auch nach vorne), womit ich den Rest der Strecke alleine lief. Vor lauter Nachlässigkeit machte ich einen unnötigen Schwenker bei Po50 (10sec) und dann einen kapitalen Fehler zu Po51 (dem Vorletzten!) von 1 Minute! Ich war anscheinend wirklich schon mehr tod als sonst was, anders kann ich mir das abdriften nach Norden nicht erklären. Somit überholte mich auch noch Ruud so kurz vor dem Ziel - shit happens.

Am Ende lief ich als 9. nach 142:56 über die Ziellinie, 14:33 hinter dem Sieger Rasmus Djurhuus. Zwar sehr erschöpft und k.o., aber auch total happy über die psychische und physische Leistung an dem Tag. Fast 2.5 Stunden so kämpfen - das hatte ich schon lange nicht mehr :-)

Lustig war's, Spass hat's g'macht, 27.8 gelaufene Kilometer (Schnitt 5:08) sind's g'worden - Dänemark war definitiv eine Reise wert!