Dienstag, 10. Mai 2011

Irische Meisterschaften Mittel und Lang

Ende April/Anfang Mai nahm ich - nach dem JK-Festival das Wochenende zuvor und einer intensiven Sightseeing-Tour durch den nördlichen Teil der grünen Insel - an den irischen Meisterschaften über die Mittel- bzw. Langdistanz teil.


Bereits kurz nach dem Start war klar, zu gewinnen wird es nichts geben, meine Beine waren schwer wie Blei. Dafür war das gesamte Gelände mit kniehohem Heidekraut überzogen - wie passend. So kämpfte ich schon zum 1. Posten mit mir und dem Gelände, kam zuweit nach Westen, sah einen Posten, realisierte aber nicht das dies mein 7. ist und benötigte in der Folge etwas Zeit um zu bemerken, dass die vielen Löcher nicht diejenigen in der Nähe des Posten sind sondern eben weiter westlich. Das Ganze hat dann doch 95sec gekostet, womit ich allein dadurch nicht 3. sondern 10. wurde - also auch hier wieder mehr Dichte als in Aut?!


Danach lief es mir bis Po9 ganz gut, dort kam ich jedoch zu weit nördlich und lief am Posten vorbei - 20sec. Die lange Route zu Po10 nahm ich direkt, den Weg im Westen sah ich gar nicht, wobei hier auch kein wirklicher Ablaufpunkt gegeben wäre. Je näher ich dem Posten kam, desto mehr begann ich zu zögern, inkl. einiger Stopps um irgendetwas ausmachen zu können -vergeblich. So blieb mir nichts anderes übrig als meinem Kompass zu trauen und die Augen zu öffnen. So verschenkte ich weitere 45sec. Dann begann jedoch der Spassteil: downhill kurze Posten im feinen Gelände - ganz nach meinem Geschmack :-) Ein kleiner Zeitverlust von 20sec zum 20. Posten, der Rest lief wie geschmiert.


Am Ende hatte ich 4'23 auf den Sieger (an diesem Tag nicht machbar) bzw. 2'00 und 1'21 auf die Plätze 2 und 3 verloren und wurde 10. Ergebnisse






Tags darauf warteten 15.3km in offenem Gelände, teils durch hohes Gras/Heidekraut, aber meistens gut belaufbar. Im Schlussteil kamen dann ein paar dunkelgrüne Flecken dazu.


Ich war so wie am Tag zuvor ziemlich angeschlagen und wollte die 15.3 einfach halbwegs gut überstehen. Leider machte ich gleich zu 2 und 4 (45 und 130sec) größere Fehler. Danach ging es gut bis Po10 (20sec, am Posten vorbei) bzw. 12 (etwas planlos in der Gegend herumgestanden - 120sec). Die lange Teilstrecke zum 13. ging super, nur schaffte ich nicht den Wechsel von Grob- auf Feinorientieren. So passierten zu 14 (70sec) und 16 (30sec) weitere Fehler. Am Weg zum 18. (durch kniehohes Heidekraut) war ich dann schon ziemlich leer, da waren die 40sec beim 19. auch schon fast egal. Dennoch versuchte ich das Tempo zumindest halbwegs hoch zu halten. Als ich von 21 zu 22 über den Rücken kam sah ich zwar das Ziel, jedoch keinen Wald für mein 3er-grün. Erst später bemerkte ich, dass ein 3er-grün für dichtesten Bodenbewuchs verwendet wird - autsch! So kam ich gleich einmal beim 23er raus, weitere 120sec dahin. Nun war aber der Akku endgültig leer und ich kämpfte mich mit letzten Kräften durch die irische Landschaft. Fast "natürlich" erscheinen die weiteren Zeitverluste von insgesamt 110sec, zu Po26 lief ich zu einem Posten an einem Stein nur um das zu sehen, was ich vorher schon wusste: dies ist nicht mein Posten :-)

Somit mehr als 11min Zeitverlust durch vermeidbare Fehler, aber auch ohne diese hätte es nur zum 4. Platz gereicht. Ergebnisse


Trotz der Müdigkeit in den Beinen waren die beiden Läufe in Irland ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Sowohl die Organisation (beide Male parken entlang einer Forststraße, WKZ auf einem Wendeplatz mit vielleicht 300m² und am Sonntag mitten im Nirgendwo) als auch die unglaublich reizvolle Landschaft gepaart mit tollen OL-Bahnen war die Plagerei allemal wert!







Donnerstag, 5. Mai 2011

JK Festival 2011

Über Ostern nahm ich erstmals am JK Festival, der größten OL-Veranstaltung im Vereinigten Königreich, teil. Als weitere Premiere waren dies auch meine ersten OLs in Irland (in diesem Fall Nordirland).

Der Sprint auf dem Gelände des Stranmillis College und den angrenzenden Quartieren war vom Feinsten - nur nicht meine Beine und gegen Ende des Rennens auch nicht mein Kopf. Mir fehlte von Beginn an die nötige Spritzigkeit und Aggressivität - zwar lief ich sehr schnell, aber eben dieses i-Tüpfelchen fehlte.

Zu Po3 hätte ich die Route nördlich an den Häusern vorbei wählen sollen und zum 7er über die passierbare Mauer am Parkplatz und danach auch direkter. Weitere Sekunden verlor ich zum 10er, wo es scneller wäre quer über die Wiese zu laufen. In Summe waren dies 5+5+3=13 Sekunden. Die gleiche Menge verlor ich allein bei Po17, wo ich zuerst beim Ablauf von 16 zögerte und die Karte nicht interpretieren konnte und danach zum falschen Posten sprintete und umdrehen musste. Zu Po21 machte ich einen Anfängerfehler, als ich zwischen Dickicht und Haus durchlaufen wollte - no chance! So waren 5sec dahin, gewonnen hätte ich vielleicht 2...

Ein zweiter großer Fehler (14sec) passierte dann noch zu Po24. Die schnellste Route links herum (vom Posten zurück und dann den kleinen Weg) habe ich überhaupt nicht gesehen (Stichwort: "fetzenblau"), und dann wollte ich eigentlich links direkt neben dem See vorbei, lief aber einen Lichtungsstreifen zu spät zum See und musste umdrehen. Zum Glück, denn durchs Wasser wäre es wohl noch mehr Zeitverlust geworden.

Am Ende wurde ich gerade einmal 24. mit 2'31 Rückstand.

Am zweiten Tag fand dann die Mitteldistanz statt. Heidekraut und viele Höhenkurven prägten den Lauf. Dabei war es ein Genuss in dem Gelände herumzulaufen - solange man wusste wo man gerade unterwegs ist. Zum 4. verlor ich unterwegs den Faden und musste so 70sec Zeitverlust akzeptieren. Neben ein paar kleineren Haken gelang der Lauf technisch sehr gut, nur war ich noch bedeutend müder als schon tags zuvor. Am Ende reichte es für Platz 29.


Als Abschluss lief ich noch die Langdistanz, wobei ich vor allem in den ersten 30min komplett am Sand war. Danach lief es zwar etwas besser, aber Po14 dürfte ich nicht lange genug quittiert haben, jedenfalls fehlte am Ende dieser :-(. Zumindest lief es körperlich dann etwas besser, oder zumindest konnte ich mich vom Kopf her gut quälen, wodurch die 93min auch ok waren.







Mittwoch, 20. April 2011

training week-end - day 2

On Sunday morning it was time for my first Score-O since ... puh, I don't know, must have been in the last century I guess.
Some controls were known from yesterdays afternoon session, so it was nice to have no paths on the map. My goal was to do only 60min, but as much controls as possible.

I did a mid-speed training and could keep concentration high until the third last control, where I was running 60° in the wrong direction. When passing the marsh I thought I am somewhere in between the two small ponds. When reaching the open area, I didn't want to go back through the muddy terrain, so I was running around the clearing. And another 60° mistake to the last one.


After a short break we went to the Czech Republic for a small competition. I had an almost disastrous, no, cancel the word "almost", it was definitely a disastrous start. At control no. 2 I was 11th fastest overall, at no. 6 still only 6th fastest overall. But then it started to be much fun and I could gain place after place. At 12th control I was for the first time on the podium with a 3rd spot and at no. 22 I got the lead - and could hold it until the finish. Close behind came Much on 2nd place and Bränsch with 3min sth. on 3rd spot - a triple for our club :-)






Montag, 11. April 2011

First two - out of five

Last week-ends the first district championships were held in Styria respectively Vienna - note!: both competitions were district championships for Lower Austria ;-) On the first week-end in April it was time for hill-climbing and stamina. Just 12.8km for ultralong sounds not too long, but garnished with some tough climbing it went out to be an almost 90min run - for district level really ultralong! It was organized as mass-start event together with Burgenland, Styria and some Viennese runners. I got in line behind Gernot and tried to read the map in advance to avoid - if appearing - some extra meters by cutting corners. As you can imagine, Gernot didn't make too much of extra meters :-) I had to fight quite hard and, unfortunately, quite early to stay close to the leading pack (besides Gernot, Heli, Bindi, Chris, Stefan and me formed the first group). Just after no. 13, Erik came from back and was pushing really hard uphill to no. 16 and 17. It was just Bindi who wanted (for Gernot, Heli, Chris, Stefan) or could (for me) follow Erik. At the long one to no. 19 I wanted to slow down a bit, but on the path I thought why not start the engine again - just flat running *yeah*! So I was fighting again with the top runners but had to finally break off at no. 35. Anyway, with a clear margin (Plohni saved energy for the sprint the following week-end) of almost 20mins I could repeat my victory of 2010. Well done! After one week of recover (maybe I should have done like Plohni...) it was time for the shortest discipline, the sprint. On last years Austrian Championships ground the district champs for Vienna and Lower Austria were held. Matthias Mahr showed how to make an interesting course in this terrain and forced us runners to make fast decisions and solve some nice route choices, and of course without losing speed. Things we missed last year... I had quite stiff legs but managed to do a good job - physically. Technically it was at some parts quite worse, like no. 4 were I did the wrong route choice, or no. 8 were I did it again, together with some small mistake in the circle, too. An extra loop at no. 9 and some hesitation at no. 10 made this place to my personal bermuda triangle :-) One last mistake at no. 13 and the thing was done. To sum up, 40sec mistake (maybe some more: routes to no. 5 - straight - and 12 - right - were not optimal) are far too much. At the End, I was as close as 14sec ahead of Roland - to be honest, it was just luck which seperated us this time. Plohni saved 7sec to Stephan on third place.

Montag, 28. März 2011

CESOM two third

Last week-end I took part in CESOM middle and sprint distance competitions held in Slovakia, quite close to the Austrian border. As I didn't have any fast o-technique trainings nor competitions during the winter period, it is high time to get used to orienteering again. Already next week-end, we'll have the first district champs 2011 - ultralong distance (this year, for the first time with mass start). After a two hours drive and some proper warm-up, I headed out into the forest. Damn, is this an unbelievable fast forest! I ran 4'39/km linear distance (and approx. 4'11/km effectivly), with some bigger mistakes to no 4, where I was running along the wrong contourline, no 9, when I changed the direction just in front of the control and no 18, where I even made a wrong correction :-( I ended up in 8th spot, almost 4 min down on Warti, who managed to run an almost perfect race with 4'06/km linear distance! Impressive! After some rest, cookies and two bananas, I started preparations for the sprint. I realized quite soon that I am an old man, because my legs were incredible stiff. After some 20 min warm-up it went a bit better, but I was far away from gentle running ;-) I had a smooth start and managed to run full speed through the forest, when I suddenly had to stop on my way to no 5 - I was already planning my route from 5 to 6 while not being 100% prepared for leg 4-5! So I had to stop in the middle of nowhere, saw a control and started running towards this white-orange flag on top of a hill - STOP - "on top of a hill? I am looking for a pit on the hillside..." so I turned, looked back and saw a little piece of the correct control flag. As a result, 20sec were lost :-( The rest of the competition was more or less running, despite 9-10 where I choose the right route - on purpose! - because I had seen Chris for some controls already in front of me and thought why not testing this option. It was the slower option :-) And again a victory for Warti, this time with 5'36/km linear distance. I needed 5'56/km but was as fast as 3'39/km effectivly - how fast must have been Warti?!? Seems that he had a strong winter, as like Heli with just 7sec down on second spot. This time, I became 7th and was almost satisfied with my performance. The two competitions were well organized, with a nice and - though! - challenging terrain, but more important, it were two fast and hard trainings for my body and mind!

Montag, 21. März 2011

Techniktraining beim ASKÖ-TL in Tirol

Vergangenes Wochenende durfte ich am ASKÖ-Tirol Trainingskurs teilnehmen - an dieser Stelle noch einmal ein großes "Danke" an HG und Adrian!

Am Samstag Vormittag ging es zuerst einmal darum wieder mit der Karte vertraut zu werden. Gar nicht so einfach nach so langer Absenz - früher um diese Zeit hatte ich schon ein TL im Süden und mehrere Technikeinheiten in AT/HU/SLO in den Beinen (und im Kopf!), heuer wird's wohl schneller gehen müssen :-)

Auf der langen Strecke hatte ich zuerst einmal mit einem doch beträchtlichen Anstieg zum 1. Po zu kämpfen, vielleicht sollte ich doch etwas abnehmen... Beim 2. hatte ich einen kleinen Haken zu verzeichnen und zum 3. bin ich komplett falsch vom Posten weggelaufen. Dann noch den unpassierbaren Zaun erst in der Natur (statt zuerst auf der Karte) gesehen und schon wäre die Umlaufroute rechts schneller gewesen. Po4 (Weg) und 5 (Kompass) waren ok, zum 6. jedoch lief ich zuerst zu weit links vom Strich und im Postenraum dann eine Mulde zu früh hinunter. Erst am Weg konnte ich mich wieder auffangen und erkannte meinen Anfängerfehler.

Der Rest der Strecke (wohl auch mangels o-technischer Herausforderungen gepaart mit konditionellen Schwächen) war dann ok.

Anschließend lief ich noch die Mittelbahn ab, auch hier hatte ich schwer zu kämpfen bis Po2 hinauf. Zum 3. stoppte ich schon in der ersten Mulde, sah dass ich noch weiter muss, und stoppte auch brav in der 2. Mulde. Erst dort sah ich, dass es ja sogar 3 Mulden sind und ich bis zur letzten laufen sollte... Po3-6 lief ich dann aus dem Gedächtnis, Po6-Ziel als Crosslauf.


Nach einer kurzen Pause ging's auf die "perfekte Karte für Ski-OL" (O-Ton Adrian), Tarrenz-Dollinger. Nach einem stürmischen und regnerischen Anfang (zum Teil starker Wind, Regen und 5-6°C) konnte ich den Waldteil sehr genießen. Feinster Hochwald von Po 2-7 ließen das Läuferherz höher schlagen! Danach ein paar feinere Posten bevor es über die offenen Flächen zurück ins Ziel ging.

Die 6 Erkenntnisse des NM-Trainings:

1. ich kann noch 2x täglich trainieren
2. es können auch 2 OL-Trainings sein
3. wahrscheinlich dürfen es nur noch OL-Trainings sein (Stichwort: "im Wald sieht mich keiner gehen" oder "mit der Karte vergeht jede Zeit irgendwann")
4. wenn ich langsam genug bin, finde ich jeden Posten - manche früher, manche später
5. Route 13 auf 14: wie in besten alten Tagen - straight! - Ar***kalt das Wasser aus den Bergen ;-)
6. Route 15 auf 16: solange nur das Schilf bis zum Hals steht - und nicht das Wasser - kann man durch!

Am Sonntag Vormittag stand das persönliche Highlight auf dem Programm: Techniktraining vom Feinsten im Westteil der Karte Ötztal-Bahnhof. Nach einem soliden Start zu den Po 1-3 hatte ich am Weg zu Po4 keine Ambitionen ein Konzept zu entwickeln - und wurde prompt mit einer mehrminütigen Suchaktion "belohnt". Das ich die Nord-Süd-Linien direkt vor dem Posten als SUMPF (!!!) gelesen habe, zeigt von meiner Kartenabsenz über den Winter... Schande über mich!
Po5-11 waren zum Teil nicht sonderlich schwierig, und wenn kamen sie wie gewünscht.
Zum 12. ließ ich mich dann aber von kleineren Kuppen/Steinen vor den eigentlich Attackpoints irritieren und begann zu früh zu suchen. Die Hütte südlich direkt am Weg half mir dann aus der Patsche - ärgerlich: falsche Richtung, falsche Interpretation Karte-Gelände - zum Glück mit Backup im Hintergrund (viel Spass in Finnland mit einem solchen Fehler...).
Po13-17 waren dann wieder in Ordnung, auch Po18 war noch ok, aber beim 19. war ich dann definitiv von den Höhenmetern und dem ruppigen Gelände erledigt: ich bin relativ nahe am Posten vorbei und vermutete hinter jedem Felsen/Stein meinen Posten. Erst nach längerem Suchen machte ich einen Neustart am Ende der Mulde in der ich den Hang hinauf gestapft war, und plötzlich war alles ganz easy :-)
Der Rest bis ins Ziel war dann wieder nicht so schwierig, dennoch sehr genussvoll!
50:22 für 4.4km sind schon eine stolze Zeit, ich hoffe das geht dann in ein paar Wochen noch etwas schneller.


In 14 Tagen geht es schon los mit der NÖ-Landes-MS über die Ultralangdistanz, gefolgt von der Sprint-MS die Woche darauf. Als Warm-Up dafür gibts nächstes Wochenende zwei Läufe in der Slowakei (Mittel und Sprint an einem Tag).

Mittwoch, 9. März 2011

Ski-O Finale und ÖSTM-Tripple

Letztes Wochenende wurde es noch einmal so richtig ernst im Ski-OL in Österreich. Nachdem die letzten geplanten Wettkämpfe wegen Schneemangels abgesagt werden mussten, konnte im Raum Bad Mitterndorf doch noch ein würdiger Abschluss der Saison durchgeführt werden.

Dabei kam es erstmals zu einem Doppel-Staats-MS-Tag: am Samstag wurde zu Mittag die ÖSTM Sprint ausgetragen, nach einer kurzen Pause folgte der Start zur ÖSTM im Staffelbewerb.

Beim Sprintbewerb wurde es mir zum ersten Posten fast ein bisschen zu schnell, gleich nach dem Start war ich erstmal etwas irritiert aufgrund des Massstabes - bei 1:7.500 ist im Ski-O alles sehr schnell ;-) So kam es dann auch zu einem kleinen Zik-Zak-Kurs vor der Steigung, dabei hätte man problemlos alles direkt laufen können. Auf dem Weg zum 2er kam dann plötzlich der 2min vor mir gestartete Stephan von Westen dahergelaufen. Im ersten Moment überlegte ich noch, welche Route er wohl gewählt hat von 5 zu 6, im zweiten Moment kamen mir Zweifel ob meines bereits jetzt großen Rückstandes und erst im dritten Moment dämmerte es mir: er läuft auch gerade zum 2. Posten!

Bei Po4 war ich dann etwas zu sehr auf Stephan fixiert, wodurch ich auch prompt zum falschen Posten mitlief. Zu diesem Zeitpunkt war sein Ski schon gebrochen und kurz darauf sollte er auch den Wettkampf beenden. Außer einem kleinen Schwenker zum 6. Posten (Bachübergang!) verlief dann der Rest des Rennens sehr gut, was mir am Ende dann meine erste Silbermedaille bei Ski-OL-ÖSTM bringen sollte! Was für ein gelungener Start!

Nach einer Balisto-genährten Pause ging es als Schlussläufer an die Staffel. Plohni am Start und Much als Zweiter Läufer machten ihre Sache ausgezeichnet und übergaben am 3. Platz an mich. Die vor uns gestarteten Tiroler (a.K.) waren noch vor dem Startpunkt überholt :-) und so ging ich praktisch als Zweiter hinter LZ Omaha in den Wald. Dabei gelang mir ein beherzter Lauf bei dem ich auch die Tagesbestzeit erzielen konnte. Somit konnte ich mir eine zweite Silbermedaille, diesmal mit dem Team, sichern.

Am Sonntag stand dann der Saisonabschluss, die ÖSTM über die Mitteldistanz auf dem Programm. Leider war meine Route zum 8. Posten nicht optimal, ich hätte dabei die Wiese nützen sollen um die Steigung besser verteilt zu nehmen. Dennoch waren Kux (3x Gold - Hut ab!) und Stephan an diesem Tag (noch) stärker. Aber mit nur 1.5min Rückstand sicherte ich mir meine dritte Medaille an diesem Wochenende - nach 2x Silber gab es nun Bronze.

Mittlerweile kann ich auf den Hauptloipen sehr gut mit den Profis mithalten, fürs nächste Jahr muss ich mich definitiv auf den Skidoo-Spuren verbessern um konstant aufs Podest laufen zu können. Somit gibt es ein Ziel auf das man hinarbeiten kann - schliesslich soll das nachstehende Foto keine Ausnahme bleiben :-)