Donnerstag, 28. August 2008

TLO - WRE Aut/Slo

Am Ende der Frühjahrssaison standen noch zwei World Ranking Events auf dem Programm. Am Donnerstag den 26. Juni rund um die Therme Loipersdorf und am Tag darauf rund um die Therme in Moravske Toplice.

Beim WRE Sprint in Loipersdorf war es mir persönlich etwas zu steil, so hatte ich von Beginn an schwere Beine und hatte mehr mit mir selbst als mit der Karte/Bahn zu kämpfen. Von Bindi 1min eingeholt kämpfte ich mich wacker ins Ziel und erreichte den 6. Platz bei diesem Weltranglistenlauf.

Zugleich bedeutete dies auch die Quali für die anschließende Orientshow, zu welcher die Top6 qualifiziert waren. 2sec langsamer und Markus L. wäre statt mir dabei gewesen, Glück gehabt.

Die Orientshow startete mit einem Massenstart von Kerschi, Bindi, Pongo, Andi Müller, Oyvind Stokseth von Halden und mir. Der erste Teil fand auf einem Abhang mit künstlichen Hindernissen statt. Vom Publikum immer einsehbar entwickelte sich ein spannendes Rennen. Nach einer kurzen aber steilen Strecke im Wald, wo ich den Anschluss etwas verlor, ging es in den zweiten Teil mit künstlichen Hindernissen. Dort behielt ich die Nerven und konnte als vierter einlaufen. Nach einem Postenfehler und 30sec Strafe von Andi rückte ich noch einen Platz nach vor und stand am Podium - genial! Als Preis gab es zwei Tageskarten für die Therme inkl. Sauna, nicht schlecht.

Tags darauf stand wieder ein WRE über eine Sprintdistanz auf dem Programm, dieses Mal in einem total flachen Gebiet. Technisch war ich sehr sauber unterwegs, was wohl auch daran liegt dass ich nicht mehr so schnell laufen kann ;-), was am Ende einen 4. Rang beim Weltranglistenlauf bedeutete. Nach mageren 931 Punkten in Österreich gab es in Slowenien tolle 1027 Punkte, somit habe ich auch wieder die Mindestanzahl von 4 Weltranglistenläufe in der Wertung.

Leider konnte ich beruflich nicht am nächsten Tag über den WRE über die Langdistanz starten. Doppelt bitter, war dieser Lauf doch auch ein Austria Cup.

ÖM Mannschaft und 4. AC

Nach dem Vorjahr in Osttirol gings heuer in Kärnten um die Medaillen in der Mannschaft. Ich startete wieder mit Roland und zusätzlich mit Stephan, da Alex kurzfristig in die H35 aufstieg. Somit liefen auch sicher die zur Zeit besten drei 19er des HSV in der 1er Mannschaft.

Leider hatten wir (dank mir) auch heuer wieder schon zu Beginn den Anschluss verpasst - falsche Einteilung des Postennetzes zu Beginn. Beim ersten Sammelposten waren wir schon abgeschlagen, wenngleich wir schon ein, zwei Posten mehr hatten.

Von da an hieß es Vollgas und so holten wir Mannschaft um Mannschaft ein. Bald stellte sich heraus, dass unsere Hauptkonkurrenten wohl der HSV PF 2 und der LAC sein würden. Vorne liefen der HSV PF 1 und der TV FF ein einsames Rennen. Wo der ASKÖ Henndorf umging wusste lange Zeit niemand so recht.

Nach dem Postennetz zu Beginn hatten wir die Strecke aber ganz gut im Griff und jeder von uns drei hatte einen sehr guten Tag. So kam es doch tatsächlich, dass wir rund 20min vor dem Ende mit dem LAC um den Bronze-Platz kämpfen konnten.

Stephan und ich erwiesen sich dann um gerade dieses kleine Etwas stärker als Chuck und Andi vom LAC, sodass wir am Ende zu einem überraschenden dritten Rang kamen - was für eine geile Überraschung!

Nach Silber und Gold im Vorjahr und einer weiteren Silbernen heuer über Einzeldistanzen war es ein cooles Gefühl wieder einmal mit einer Mannschaft am Podest zu stehen. Gratulation an Stephan und Roland, die Medaille haben wir uns hart erkämpft.

4. AC: ja, den gabs auch, der war aber aufgrund des Ergebnisses vom Vortag im besten Fall ein Lauf von vielen. Sicher eine schöne Bahn und eine gute Karte, aber an diesem Tag hatte ich nicht das Feeling und auch nicht die Beine für einen ernsten OL. Immerhin wurde es noch ein vierter Platz in der Elite.

NÖ Mittel und NÖ Staffel

Die diesjährige Mitteldistanz fand am Bisamberg statt. Steil und grün. Man neigt zu sagen "typisch österreichisch". Der Lauf selbst war nicht sonderlich schwer, wenn man von den drei unnötigen Posten im zweier/dreier-Grün absieht, bei welchen sich vieles auch ums Glück drehte...

Am Ende gab es einen Sieg und somit den 29. LM-Titel.

Die Staffel zwei Wochen später fand dann in den Bergen nördlich von Eisenstadt statt. Von der Belaufbarkeit her sicher besser als die Mittel, dafür aber noch ein bisserl steiler - steiler gehts also immer ;-)
Ich lief mit Roland am Start und Alex auf Position zwei. Ich hatte die Ehre/Aufgabe die Staffel als Anchorman zu beenden. Meine beiden Kollegen machten aber bereits einen ausgezeichneten Job, so dass ich mit ruhigem Polster auf die Schlussstrecke gehen konnte. Ich hatte einen guten, keinen besonderen, Tag und erzielte Bestzeit. Somit gab es für Roland und Alex eine LM-Gold-Premiere und für mich den 30. LM - Nummer vier im Jahr 2008.

Sonntag, 20. Juli 2008

NÖ-Sprint

Die diesjährige Sprint-MS auf Landesebene fand im Prater statt. Als Bahnleger fungierte Erik (Simkovics), womit man sich auf tolle Sprint-Bahnen freuen konnte. Sehr deutlich war zu erkennen, dass der Bahnleger selbst schon einige Sprint-WK gemacht hatte - so war die Strecke keine verkürzte Mitteldistanz, oder gar eine echte Mitteldistanz (sowohl Länge als auch technische Herausforderung betreffend), sondern eine geile Sprint-Distanz im Waldgebiet.

Ich wählte von Beginn weg nach Möglichkeit immer die Wegroute, was sich auch als praktikabel und schnell bewährte. Ein paar kleinere Steher und Schlenkerer, aber im Großen und Ganzen ein gelungener Lauf. Matthias (Müller) war im Ziel dann 80sec vor mir, ohne die vermeidbaren Fehler wären 50sec Rückstand machbar gewesen.

Am Ende zählte aber nur der Sieg in der Landesmeisterschaft, mein 28. Landesmeister - nur noch 2 bis zum 30er.

MTBO-Wochenende WrN/Aspang

Das Wochenende 17./18. Mai stand ganz im Zeichen von MTBO.

Zwei Gebiete die unterschiedlicher nicht sein könnten wurden den Fahrern dabei geboten. Am Samstag ging es über eine Mitteldistanz im flachen Truppenübungsplatz in Wiener Neustadt. Viele Wege, offenes Gelände, viele Militärobjekte (Kuppen, Gräben, Senken, Wälle) - perfekt einladend zum Tempobolzen. So kam es dann auch und ich absolvierte meine Strecke ohne größere Probleme und gewann 3min vor Stephan.

Am Sonntag hieß es dann Höhenmeter machen in Aspang. Und das schon zum Start. Eigentlich wollte ich direkt von mir zuhause zum Start fahren, was dann aber nicht möglich war da ich über Nacht die Luft im Hinterrad meines Bikes verlor. Also Rad rein ins Auto, runter zum Zielgebiet und jemanden finden der erstens Ersatzschlauch und zweitens Zeit zum Wechseln hat. Letzteres schaffe ich zwar selbst auch, aber ohne Werkzeug und mit etwas Zeitdruck wars nicht möglich. Dankenswerterweise hat mir dann Thomas (Senft) geholfen und so gings dann im WK-Tempo zum Start. Dort angekommen war ich erstmal froh überhaupt rechtzeitig angekommen zu sein.

Der Lauf selbst war eher einfach was das Technische betrifft, dafür umso fordernder was das Körperliche betraf. Und so kam es wie es kommen musste: die 20min Wettkampf zum Start fehlten mir dann am Ende. Saft- und kraftlos kam ich noch irgendwie ins Ziel und rettete noch einen zweiten Platz, diesmal hinter Steph.

Schöckelland-Open

Heuer fand erstmals das Schöckelland-Open statt. Drei Tage OL-Genuss vom Feinsten.

Begonnen hat alles am Staatsfeiertag (also am 1.5., für alle nicht-Geschichte-Aufpasser) mit einem Sprint-WRE am Schöckel-Plateau. Kannte ich diese herrliche Landschaft bisher nur von Bergläufen/Wanderungen, so war es ein echter Genuss nun auch erstmals mit Karte und Kompass am Plateau unterwegs zu sein. Zwar spielte das Wetter nicht ganz mit - Dauerregen und nur ein paar Grad über Null - und dennoch war dieser Lauf eine Reise wert.

Am Freitag stand eine Staffel auf dem Programm, ich fuhr in der Aufstellung Leibnitz-Wagna-Leibnitz-Wildon ;-) Soll heißen ich arbeitete an diesem Tag.

Tags darauf nahm ich mir frei um beim 2. Tag des Schöckelland-Open teilnehmen zu können. Zugleich Mitteldistanz-Staats-MS. Downhill war angesagt, ging es doch mehrere Hundert Höhenmeter talwärts. Die große Herausforderung bestand darin, erstens trittsicher Tempo zu machen und zweitens bei der erhöhten Geschwindigkeit sauberes Kartenlesen zu gewährleisten. Gar nicht so einfach diese Kombination. Ich lief sehr sauber und wurde dennoch in der Hälfte des Rennens von Gernot eingeholt. Leider kam bereits 2min später ein 50-HM-Anstieg auf dem Kerschi eine Bestzeit mit 15sec Abstand zum Zweiten aufstellte. Und das ich kein begnadeter Bergläufer bin ist allseits bekannt. Ich verlor als 20sec auf dieser einen Teilstrecke und damit auch Gernot. Schade, denn auf der folgenden 5min-Teilstrecke verlor ich so gut wie nichts... der Speed war also da. Am Ende machte ich noch beim vorletzten Posten einen 3min-Fehler (ähnliche Situation wie bei der ÖM-Ultralang nach der letzten langen Teilstrecke -> Felsen im Steilhang, schräg hinunterlaufend). Damit waren die Medaillenränge endgültig außer Reichweite.

Mit ein bisschen mehr Glück hätte es auch zu Bronze reichen können - am Ende wurde es ein 6. Rang.

Sonntags hieß es dann noch einmal alle Kräfte mobilisieren, stand doch die 3. Etappe in Form eines Langdistanz-WRE auf dem Programm. Während die Profis Müller, Kerschbaumer und Zinca knapp unter oder um die 70 min liefen, konnte ich trotz 5min-Zeitverlustes binnen 15min Laufzeit im Mittelteil des Rennens nach 80min die Ziellinie überqueren.

Am Ende bedeutete dies Rang 7 in der Gesamtwertung - ein für mich erfreuliches Ergebnis.

Woche 16 und 17

Ok, fast 3 Monate kein Eintrag - shame on me!

Diese beiden Wochen nach der ÖM-Ultralang waren wieder voll dem Berufsleben gewidmet. Von Woche 16 auf 17 habe ich wieder einmal meinen "Tutor" gewechselt, "ab in den Süden" lautete die Devise. Für 2 Wochen sollte sich mein Einsatzgebiet auf die Region Leibnitz/Wildon beschränken.

Ich nützte diese Gelegenheit um neue Laufgebiete zu entdecken. So kam mir der Wildoner Berg sehr Läufer-unfreundlich vor, stehen doch an jeder Ecke Warnschilder wie "Laufen verboten", "hier wird geschossen" (auch auf Läufer???) oder "Ruhegebiet - laufen nicht gestattet"... jaja, merkwürdiges Völkchen diese Südsteirer ;-)

Am 27. 4. bin ich dann nach Slowenien (Slovenj Gradec) zu einem MTBO-AC gefahren. Also das slowenische Drautal hat einiges zu bieten. Wunderschöne Landschaft, glasklares Drauwasser, romantische Dörfer und v.a. Wurzelwälder die nur darauf warten um mit dem Bike erkundet zu werden.

Der MTBO war dann durch Wurzeln, Wegspinnen und knifflige Routenwahlen geprägt. War auf alle Fälle eine Reise wert - und von Graz aus auch in 75min erreichbar.