Sonntag, 05. Juli 2009

TLO 2009

Das diesjährige TLO fand wieder zurück zu seiner Ursprungsstätte. Leider nicht wie gewohnt mit 3 World Ranking Events - dieses Jahr ging es kein einziges Mal um Punkte, was auch ein Grund sein mag für das eher bescheidene Starterfeld in den Eliteklassen.

Los gings mit einem Nacht-Sprint inkl. Orientshow am Fürstenfelder Hauptplatz. Was für ein Wettkampf, Sprint UND Nacht auf einmal, gibts was schöneres?! Leider lief ich wie schon die Läufe davor sehr fehleranfällig, was sich mit 50sec (Po12), 30sec (Po 15) und nicht selbst verschuldeten 60sec (Po 18 - dieser wurde als Übungsobjekt für jugendliche Fürstenfelder Nachwuchs-Randalierer missbraucht) zu Buche schlug. Es erübrigt sich der Kommentar, dass dies für einen Sprint etwas zu viel ist ;-) Platz 5 mit 1:36 Rückstand stimmen dennoch zuversichtlich.

TLO, Tag 1, 1. Teil:


Nach dem ersten, "normalen" Teil ging es mittels Kartenwechsel mitten rein ins Labyrinth am Hauptplatz. Einmal 5 und einmal 10sec waren zu beklagen, ansonsten lief es sehr gut und es machte auch gehörig Spass!

TLO, Tag 1, 2. Teil:

Am folgenden Tag ging es im Commendewald (ÖM Staffel 91) über die Laaaangdistanz. Für meinen Geschmack etwas zu lang im Rahmen eines 3-Tage-OLs, aber was solls. So wird wenigstens die Trainingszeit ordentlich erhöht ;-)
Viele kleine Fehler zu Beginn, dazu den einen oder anderen Richtungsfehler summierten sich am Ende auf 8min Zeitverlust! Total hatte ich dann 12min Rückstand bei einer Laufzeit von knapp 105min.
Schönes Gelände, hoffentlich bald mal wieder ein OL in den Wäldern zwischen Speltenbach und Bierbaum.
TLO, Tag 2:

Das TLO wurde in Form eines Jagdstartes am 3. Tag beschlossen. Dieses Mal waren vor allem zu Beginn die schnellen Beine gefragt, welche ich aber nach 2 Wettkämpfen davor nicht mehr hatte. An diesem Tag zeigte sich das nicht mehr vorhandene Training - 10min Rückstand bei 75min Laufzeit. Abzüglich von 3min Fehler (das Highlight des heutigen Tages) bleiben immer noch 7min - jede Menge Holz ;-) Aber nach einem Sprint und einer 15-km-Langstrecke noch einmal 11km zu laufen ist einfach nicht mehr drinnen!
Der Schluss durch den Buchwald forderte nochmal alles von den Läufern, heftige Regenfälle die Tage und Wochen davor ließen die gefürchteten Buchwald-Gräben noch kraftraubender werden.
TLO, Tag 3, Jagdstart:
Am Ende gab es Platz 4 in der Gesamtwertung - leider kamen auch nur genau 4 Läufer ins Ziel. Falsche Posten am 1. Tag sowie Ermüdungserscheinungen an Tag 2 und 3 forderten ihren Tribut...



a trip to Vorarlberg - from the other side

Große Premiere im österreichischen OL-Sport - und das gleich in zweifacher Hinsicht:

zum Einen fand erstmals ein nationaler OL in Vorarlberg statt (somit sind alle Bundesländer vollends erschlossen), zum Anderen kam es zu einer Bi-nationalen Premiere gemeinsam mit unseren Schweizer Freunden.

Und für mich als Wahlschweizer kam es zu einer 1. recht kurzen Anreise (2h15) und 2. ungewöhnlichen Anreiserichtung - ich war wohl der einzige Österreicher der aus dem Westen ins westlichste Bundesland reiste ;-)

Am Samstag bei der ÖSTM-Sprint hatte ich leider nicht die Verfassung um in den Kampf um Medaillen einzugreifen. Zwar wäre körperlich durchaus Silber/Bronze machbar gewesen, nur gehört dazu auch eine saubere O-Arbeit. Und die war an diesem Tag leider nicht vorhanden (wie so oft im heurigen Frühjahr) - ich war zumeist den berühmten Schritt hintennach und konnte nie wirklich agieren. Dazu kamen dann auch noch gröbere Schnitzer (wie z.B. die Route zum 8er oder der Highspeed-Fehler im Zielraum - Schande über mich!) was letzten Endes ein eher enttäuschendes Ergebnis (der Rückstand macht mir Sorgen...) zur Folge hatte.

Zu bemängeln ist leider die mieserable Darstellung von unpassierbaren Hecken sowie die völlig unnötigen Kommentare von Offiziellen vor Ort im Gelände... unprofessionell. Es sei angemerkt, dass kein Sportler den Weg durch die Hecke als illegalen Abschneider absichtlich wählte - die Signatur zeigte nichts Unpassierbares. Für Aussenstehende: die Hecke bei Posten 2 und 3 ist angeblich "unpassierbar" dargestellt. Wie eine unpassierbare Hecke auf der Karte dargestellt wird, sieht man bei Posten 17 sehr deutlich (die Schlangenlinie).

Karte der ÖSTM Sprint:
Tags darauf ging es in Göfis über die Mitteldistanz um einen AC - zugleich Schweizer Mittel-MS. Eine unglaublich tolle Bahnanlage in einem eher technisch einfachen Gelände zeigte was man mit einer durchdachten Bahn alles aus einem Gelände rausholen kann. Kartenwechsel, zwei Schmetterlinge und schnell belaufbares Terrain provozierten dann doch den einen oder anderen Fehler.

Im ersten Teil verlor ich zu Posten 5, 8 und 11 viel Zeit. Beim 5. war das Dickicht leider unglaublich zeitraubend (der Weg etwas südlich wäre ideal gewesen) und zum 8. blieb ich zu lange am Weg. Zu Posten 11 habe ich kurz vor bzw. im Dickicht nicht sauber Richtung gemacht, womit ich fast schon die Forststrassenumlaufroute nehmen hätte können...

Karte Mittel 1. Teil:

Kurz nach dem Kartenwechsel wartete der zweite Schmetterling - das Highlight aus meiner Sicht. Highspeedwald mit kurzen Posten und ordentlich Richtungswechsel - that's the way I like it! Leider habe ich bei Posten 22 nicht gecheckt, dass ich nur bis zum kleinen Weg durchs Dickicht laufen muss. So habe ich eine Suchaktion kurz davor gestartet und viel Zeit verloren. Ebenso war die Route sowie deren Ausführung zum 23. nicht optimal - nochmal viel Zeit dahin.
Schade, am Ende die beiden großen Fehler waren sicher nicht notwendig. Trotzdem überwiegt das positive Feeling von einem tollen Lauf mit unglaublichen Flair - hatte schon fast WC-Charakter ;-)
Karte Mittel 2. Teil:



Freitag, 12. Juni 2009

NÖ-Mittel-MS Wölbling

Oberwölbling war der Austragungsort der diesjährigen Mitteldistanz-MS auf Landesebene. Für die Veranstaltung zeichnete der OLT Transdanubien verantwortlich (wer weiß eigentlich noch, dass dieser Verein aus dem SV Donaustadt entstand? - ist auch schon wieder eine kleine Ewigkeit her). Der Weg zum Start war dann doch etwas länger als angegeben, zum Glück entschied ich mich zum Warm-Up direkt am Start, sonst hätte es etwas eng werden können.
Kurz vor dem Start begann es zu regnen, eine Wohltat, es war nämlich schon erdrückend schwül.
Die ersten beiden Posten lief ich sicher über Wege an, was auch zu Posten drei vernünftiger gewesen wäre. Oder zumindest konsequent unterm Strich. Ich wollte dem einen oder anderen Grün ausweichen, verzweifelte zwischendurch und wollte eine Schneise nach Süden auf den großen Weg nehmen. Naja, zumindest stand in der Läuferinfo, dass es neue Schleifspuren gibt ;-) Jedenfalls hatte ich im ersten Moment null Ahnung wo ich gelandet war, und das AHA-Erlebnis war auch recht groß als ich dann realisierte wo ich rausgekommen war - knapp 2min waren weg. Sauer lief ich zu Posten 4 und bemerkte unterwegs, eine nicht optimale Route gewählt zu haben. Wieder eine knappe halbe Minute dahin. Danach ging es besser, einzig in den Postenraum von Nr. 8 lief ich wie ein Anfänger hinein und auch wieder heraus. Das kostete wohl noch einmal je 15sec. Zu allem Überdruss machte ich dann auch noch einen Fehler zu Posten 10 (30sec), womit der Lauf endgültig zum Vergessen war.

Sehr zu meinem Glück an diesem Tag machte Stephan einen riesen Fehler zum 4. Posten (5min!) und auch Roland kam nicht gänzlich fehlerlos durch. So konnte ich (endlich) meinen ersten Sieg im dritten Rennen auf Landesebene feiern.

Aber wieder mehr als 3min Fehler - bei einer Mittel! Keine Ahnung, aber anscheinend passen Laufvermögen und Technik nicht mehr zusammen. Oder ich bin läuferisch so gefordert bzw. angeschlagen, dass ich nicht mehr klar denken kann. Keine Ahnung, aber ärgerlich ist es allemal.

Karte NÖ-Mittel:

Beruflich hat sich auch wieder etwas getan: ich habe mein Hotel gewechselt und bin von Langenthal nach Reinach (BL) gezügelt. Dort habe ich auch meinen Bereich übernommen - Filialen in Kleinbasel (sehr interessante Gegend ;-), Therwil und Duggingen sowie eine Neueröffnung Ende Juli in Allschwil. Mit einer Wohnung sollte es auch bald einmal soweit sein, dann steht einer Übersiedlung im großen Stil nichts mehr im Wege.

Kärnten-Wochenende - Bundesländerstaffel und ÖSTM-Mittel

Dieses Mal reiste ich nicht schon am Vortag nach Österreich, sondern wählte die Option mit Anreise samstags zeitig in der Früh. Was soll ich sagen? Ich hatte von Anfang an schwere Beine und hatte das Gefühl überhaupt nicht vorwärts zu kommen. Zum Glück waren die absoluten Top-Läufer weit genug hinter mir, so konnte ich für NÖ1 den dritten Platz nach hause laufen. Auch in der Gesamtwertung reichte es für NÖ zum dritten Platz - mehr ist im Moment nicht möglich für uns, aber wer weiß, vielleicht schaut es nächstes Jahr schon wieder ganz anders aus.

Karte Bundesländerstaffel:




Am Tag darauf wurde die ÖSTM-Mittel ausgetragen. Leider hatte ich auch am Sonntag schwere Beine und machte auch noch unnötige Fehler (Po 1, 9 und 18, Routenwahlfehler zu 16, 17, 20 und 22 macht 20+20+70=110sec Fehler sowie 60+60+30+15=165sec Routenwahlfehler). Kerschi holte mich bei Po 9 ein, ich kämpfte brav und konnte bis Po 13 mehr oder weniger gut mithalten - Teufel ist der schnell ;-)

Dennoch, mit etwas mehr Konzentration wäre auch mit (subjektiv) schweren Beinen ein Platz um 5 möglich gewesen. Nützt mir aber auch nichts, hätt i war i hat noch keinen weiter gebracht.

Das Wochenende selbst war von allererster Güte, Bernhard und sein Team haben tolle Arbeit geleistet. Schön zu sehen, dass es wieder einen aktiven Verein mehr gibt - so eine gelungene Veranstaltung schreit ja förmlich nach einer Fortsetzung!

Karte ÖSTM-Mittel:

NÖ-Sprint-MS Tulln

Die diesjährige Landesmeisterschaft über die Sprintdistanz wurde am 9. Mai in Tulln ausgetragen. Wie auch schon bei den vorangegangenen Läufen auf dieser Karte musste auch dieses Mal wieder eine mehr oder wenige spannende, ewig lange Teilstrecke entlang der Donau zurückgelegt werden. Zu Posten 8 konnte ich den Weg durchs Dickicht leider nicht lesen (interpretierte ihn als Höhenkurve), wodurch ich komplett aus dem Konzept kam und prompt einen 35sec Fehler machte. Noch geschockt vom großen Fehler unterlief mir zu Posten 10 ein weiterer 15sec Fehler. Somit war der Sprint eigentlich schon gelaufen. Die guten Laufzeiten am Ende (Bestzeit zu Posten 11, 13, 14, 15, 16 und ins Ziel) halfen zwar den Rückstand von 60 auf 34sec zu senken, zu mehr aber auch nicht.
Am Ende blieb ein leider nur der Platz als erster Verlierer - wenig befriedigend!
Abschliessend muss man sagen, dass eine Teilnahme bei der Steir-Sprint-MS am gleichen Tag in Pinggau wohl die bessere Option gewesen wäre. Abgesehen von der unattraktiven Bahn war auch die Kartenlesbarkeit unter jeder Kritik. Wenn ich schon im Stehen ohne Belastung Probleme habe die Karte zu lesen, so kann diese Qualität nicht im Wettkampf verwendet werden - schade um den Lauf. Dabei würde das Gelände selbst weit mehr hergeben!

Samstag, 09. Mai 2009

Die Tage danach und Zuger Frühlings-OL

Den Tag nach der Ultra hatte ich noch frei, womit ich in der glücklichen Lage war, mit Stephi gemeinsam schlafen gehen als auch aufstehen zu können. Den Rest des Tages verbrachte ich dann wieder im Auto auf dem Rückweg in die Schweiz. Die restlichen Wochentage standen eher im Zeichen der Arbeit, wobei ein firmeninternes Fussballmatch am Donnerstagabend hervorzuheben ist. 105min Fussball auf einem kleinen Feld können ganz schön intensiv sein ;-)

Am Sonntag fuhr ich dann voll Vorfreude nach Zug um am Zuger Frühlings-OL teilzunehmen. Die Ausschreibung verhieß gutes: Karte Stadt Zug und Massstab 1:5000. Ich lief bereits vor einigen Jahren hier eine Staffel mit Freunden vom OLV Zug und TV Fürstenfeld anlässlich eines gemeinsamen Trainingslagers. Und auch dieses Mal war das Ziel und WKZ im Stadion Herti.

Beim Wettkampf dann selbst gleich die erste Überraschung: statt der erwarteten Sprintdistanz sollte es wohl etwas länger werden: 9.3km mit 165 Höhenmeter. Trotz der Befürchtung die volle Distanz wohl nicht druckvoll laufen zu können, so kurz nach der Ultra, meldete ich mich selbstverständlich trotzdem für die HAL (also die höchste Kategorie) an. Schliesslich muss ich ja trainieren wenn ich schon einmal Zeit dafür habe…

Nach dem in der Schweiz meist üblichen selbst abzeichnen der Strecke ging’s auch schon flott los – mit einer Karte im Format A2 in den Händen! Zum Glück ohne Folie, sonst wäre die gefaltene Karte wohl in Lexika-Stärke ausgefallen.

Hier die Karte vom Zuger Frühlingslauf:


Der Lauf selbst war schnell, interessant und abwechslungsreich. Leider passierte mir zu Posten 6 ein Missgeschick mit unpassierbaren Mauern (die erste als unpassierbare Mauer war leider nur einen knappen halben Meter hoch), was mich 25sec kostete. Gegen Ende kamen dann noch zwei weitere größere Fehler hinzu: zu Posten 25 hatte ich nicht den Mut sofort ein Weizenfeld zu queren (wäre anscheinend erlaubt gewesen) und zu Posten 26 wollte ich hinter dem falschen Haus abbiegen – macht einmal 20 und einmal 25sec Zeitverlust. Dazu noch je 5sec zu Posten 11 und 13, wo ich zu zögerlich unterwegs war.

Alles in allem war ich aber positiv überrascht, trotz der Ultra relativ schnell laufen zu können. Am Ende reichte es mit einer Zeit von 50:52 zu einem dritten Platz hinter Christian Rogenmoser (49:36) und Patrik Wägeli (50:22).

Karten mit Routen von ÖM Ultra