Dienstag, 20. April 2010

Saisonstart ÖSTM-Sprint und Austria Cup


Vergangenes Wochenende wurde in Wien bzw. Aspang die nationale Saison lanciert. Gleich der erste Bewerb war ein wahres Highlight - die ÖSTM über die Sprintdistanz. Gelaufen wurde im Kurpark Oberlaa auf einer nagelneuen Sprintkarte, wenngleich das Gelände schon früher für OL genutzt wurde. Für mich war es dennoch eine Premiere, einzig 2000 düste ich bei einem MTBO durch den Park.

Po1 war kein Problem und auch die Route zum zweiten war schnell gefunden. Einzig bei der Ausführung war ich etwas zögerlich da ich die Böschung hinunter unsicher war ob ich nun schon im weißen und nicht mehr im (schwer zu unterscheidenden) olivgrün unterwegs war. Die Route zum 3er war in meinen Augen auch ganz ok, vielleicht hätte ich auch das zweite Dickicht bzw. den See rechts umlaufen können. Links war kein Thema (Dickichtstreifen und steile Böschung). Bei Po 4 war ich etwas unsicher ob der Passierbarkeit der Mauern was zu einem weiteren zögern führte. Zum 5. wählte ich die direktere Route mit Steigung, was sich als definitiv schneller herausstellte. Kurz nach Po6 zögerte ich ein weiteres Mal, als ich gleich bei der ersten Kreuzung kurz stoppen musste. Ab der Teilstrecke zum 7. hatte ich Tommi in Sicht (wobei ich ihn schon erstmals beim 4. weglaufen sah). Po8+9 waren mehr zum Laufen (zum 9. hätte ich man auch oberhalb des Dickichts laufen können). Beim 9. war ich dann an Tommi dran bzw. überholte ihn gleich danach. 10er kein Problem, zum 11er dann aber mein größter Fehler: ich nahm die Umlaufroute unten herum anstatt nahezu unter der Linie zu bleiben. Das kostete mich in etwa 10sec. Die restlichen Posten waren dann wieder mehr zum Kämpfen.

Im Ziel war ich dann eigentlich sehr zufrieden mit meinem Lauf, fehlten doch lediglich 19sec auf Silber bzw. 12 auf Bronze! Damit hätte ich wahrlich nicht gerechnet, und so war ich über einen 5. Platz sehr glücklich.

Etwas enttäuscht war ich bezüglich der Bahnanlage, nicht dass es wieder einmal ein zu langer Sprint wurde (wenngleich auch nur knapp, aber die WO sieht 12-15min vor - also etwas mehr Mut täte nicht schlecht), sondern vielmehr ob der Unattraktivität der Bahnlegung. 10 von 15 Teilstrecken über 1min, gerade einmal 3 unter 30sec (inkl. Zieleinlauf) - die Kriterien Stress durch rasche Postenabfolge in Kombination mit Richtungsänderungen bzw. Micro-Routenwahlen war nicht gegeben - es gab immer genügend Zeit (und Meter) um einen kleinen Richtungsschwenker zeitschonend zu korrigieren.


Am Sonntag fand dann - nach über 20 Jahren OL - mein erstes echtes, großes Heimrennen statt. Zwar lief ich schon in Unternberg oder St. Corona, und auch den einen oder anderen Wintertourlauf in Aspang, aber einen Austria Cup mit Ziel im Freibad, dazu eine Anreise per pedes, das konnte ich noch nicht genießen.

Die Streckendaten ließen einen sehr steilen Lauf erwarten (knapp 12km mit fast 900hm), zum Glück kam es dann am Ende nicht ganz so dick (ich lief/ging "nur" 740hm). Der Lauf selbst war zu Beginn durch Routenwahlen gekennzeichnet, wobei ich zum 4. Posten zuerst nicht direkt genug lief und dann auch noch einen Weg übersah. Nach einer Kletterpartie zum 5., einigen heftigen Downhill-Passagen sowie einem längeren Anstieg (210hm, von Verpflegung bis Po14) kam dann nocheinmal ein sehr schöner Teil mit kürzeren Teilstrecken und technisch anspruchsvolleren Posten.

Im Ziel war ich dann überrascht von Bindi bzw. Kerschi (beide 85min) nur knapp 5min bekommen zu haben. Das war definitiv mein bester Langdistanzlauf seit langem.

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